Glücksspiel soll Unterhaltung bleiben. Sobald Geld für Miete oder Einkäufe fehlt oder Spielen zur Flucht aus dem Alltag wird, ist eine Grenze überschritten. Diese Seite fasst zusammen, woran ihr das erkennt und welche Werkzeuge helfen.
Warnzeichen
- Die geplante halbe Stunde wird regelmäßig zum ganzen Abend.
- Nach einem Verlust folgt sofort der nächste Code, um ihn auszugleichen.
- Kontoauszüge oder Belege werden vor dem Partner versteckt.
- Für neue Einsätze wird Geld geliehen oder etwas verkauft.
- Ohne Spiel stellen sich Unruhe oder schlechte Laune ein.
Trifft mehr als ein Punkt zu, nehmt das ernst und sprecht mit einer Beratungsstelle. Das Gespräch ist kostenlos und auf Wunsch anonym.
Werkzeuge, die wirklich helfen
Die Paysafecard ist ein einfaches Limit: Kauft nur den Betrag, den ihr im Monat verlieren könntet, und kauft nicht nach. Zusätzlich bieten die meisten Casinos Einzahlungslimits, Verlustlimits, Sitzungserinnerungen und Pausen von einem Tag bis zu mehreren Wochen an.
In Deutschland könnt ihr euch außerdem über OASIS für alle lizenzierten Anbieter sperren lassen. Beantragen lässt sie sich in jeder lizenzierten Spielstätte oder online über das Regierungspräsidium Darmstadt, das die Datei führt. Die Sperre gilt mindestens drei Monate und endet nur auf schriftlichen Antrag.
Hilfe in Deutschland
Das Portal check-dein-spiel.de bietet einen Selbsttest, ein Online-Programm und Kontakt zu Beratungsstellen. Die kostenlose Telefonberatung erreicht ihr unter 0800 1 37 27 00. Beide Angebote gehen auf die frühere BZgA zurück, die heute im Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit aufgegangen ist.
Hilfe in Österreich und der Schweiz
In Österreich beraten die Spielsuchthilfe und die Suchtberatungsstellen der Bundesländer, einen Überblick gibt spielsuchthilfe.at. In der Schweiz vermittelt sos-spielsucht.ch Beratung in allen Landesteilen. Auch dort ist das Erstgespräch kostenlos.
Minderjährige schützen
Glücksspiel ist erst ab 18 Jahren erlaubt. Bewahrt gekaufte Codes nicht offen auf und nutzt Jugendschutzfilter auf Geräten, die Kinder mitbenutzen.
